iMMense Botschaften der Eisheiligen
- Michii

- 20. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Die letzte Starre vor dem Erblühen
Kennst du dieses Gefühl, wenn du nach dem Jahreswechsel voller Tatendrang bist? Wenn du es kaum erwarten kannst, all deine Pläne umzusetzen, die sich wie auf der Leinwand eines neuen Jahres vor dir auftun – die ersten Pinselstriche zu ziehen?
In Gedanken siehst du es klar vor dir: Du hast einen Plan. Du hast Ideen. Du hast das Werkzeug. Du kannst es fühlen … die vollkommene Vision.
Und zack – plötzlich ist da diese Kälte. Etwas, das dich kurz erstarren lässt. Etwas, das dich zwingt, deine Perspektive zu wechseln.
Auch wenn sich das oft wie ein deutliches Ausbremsen anfühlt, kann ich diese Situationen mittlerweile dankend als Botschaften und Impulse zur Innenschau annehmen – auch wenn ich ihren Sinn oft erst auf den zweiten Blick erkenne.

So wie die Natur mit ihren Eisheiligen noch einmal alles in eine kurze Starre taucht, scheint sie auch uns etwas erzählen zu wollen.
Die Eisheiligen sind alte Naturboten aus dem Mai – Tage, von denen man sagt, dass die Kälte noch einmal zurückkehrt. Gerade dann, wenn alles schon nach Erblühen aussieht, hält die Natur noch einmal inne.
Und vielleicht steckt darin mehr Weisheit, als wir glauben. Denn manchmal braucht selbst das, was wachsen möchte, noch einen Moment des Prüfens. Einen Moment des Innehaltens und Lauschens, bevor es sich ganz zeigen kann. Sprichst du ihre Sprache? Denn vielleicht fragt die Natur auch dich:
Hast du all die Fülle in dir um sie ins Außen zu projizieren?

Deine Botschaften zwischen Eis und Durchbruch
Wie immer in meinen Sessions starten wir mit einer kleinen Entspannungsübung, gehen dann über ins Fühlen mit Impulsfragen und schließen mit kleinen Übungen oder Ritualen ab, die du sammeln und jederzeit zu Hause wiederholen kannst.
Gerne kannst du dir die Fragen auch aufschreiben. Mir hilft das immer, um besser nach innen zu arbeiten. Schreibe wirklich alles auf, was kommen möchte – mit allen Emotionen, Gedanken und Bildern.
Entspannungsübung: Eishöhlenforscher

Suche dir einen Platz an dem du für ein paar Minuten ungestört sein kannst. Mache es dir bequem und Atme ein paarmal tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Stell dir vor, die Luft die du einatmest wird mit jedem Zug etwas kühler und klarer. Bis du dich in Gedanken als Eishöhlenforscher:in am Eingang der Höhle zu deinem Inneren wiederfindest.
Ganz aufmerksam gehst du hinein und beginnst deinen Körper zu erforschen. Vom Scheitel bis zu den Zehen entdeckst du all das Schöne in dir, das in den letzten Monaten von der Kälte des Winters umhüllt war.
Nimm all deine Sinne mit auf diese Forschungsreise:
Gibt es bestimmte Düfte dort? Hast du einen Geschmack im Mund? Fühlst du etwas auf deiner Haut? Tauchen Farben oder Symbole auf? Gibt es Geräusche?
Leuchte alles achtsam mit deinen Forschungsutensilien aus.
Und wenn du alles gründlich erforscht hast, findest du eine Tür zu deiner wohlig warmen Herzkammer. Dort liegt ein Schriftstück mit folgenden Fragen für dich:
Reflexionsfragen
Was ist in den letzten Monaten in dir erkeimt?
Was ist dein Innehalten? Dein Erstarren? Was möchtest du in dieser Zeit auftanken? Gibt es etwas in dir, das diese Starre durchbrechen möchte?
Wie kannst du dich darauf vorbereiten, es ins Licht zu holen? Was brauchst du, um es wirklich ans Licht zu bringen?
Wie Blumen im Frühling durch die Erde brechen und dem Licht entgegenwachsen, wurde auch in ihnen bereits Monate zuvor im Verborgenen alles vorbereitet – oft in der Stille, in der Starre, im Innehalten und Krafttanken.

Schreibe all deine Gedanken und Impulse nieder.
Gehe anschließend in Gedanken noch einmal in deine Herzkammer zurück. Hinterlasse dort ein liebevolles Danke oder eine kleine Botschaft an dich selbst.
Dann gehe – begleitet von dem Wissen, das dir geschenkt wurde – noch einmal auf eine kleine Forschungsreise durch dein Inneres. Pflanze hier und da Samen deiner Visionskeimlinge und spüre, wie die Luft, die du einatmest, langsam wieder wärmer wird – mit jedem Atemzug –, bis du schließlich wieder ganz im Hier und Jetzt angekommen bist.
Nimm deine Notizen und übergib sie – wenn es sich stimmig anfühlt – symbolisch dem Feuer. Oder pflanze vielleicht sogar ein kleines Blümchen darauf ;-)
Viel Freude beim Ausprobieren und beim Erforschen der letzten winterlichen Botschaft der Eisheiligen.
Vielleicht ist dein Erstarren gar kein Rückschritt – sondern eine letzte Vorbereitung auf dein Erblühen.
Mach deine Welt iMMens bunt! Deine Michii


