Wenn das Feuer dein Eis aufbricht, was will es dir zeigen?
- Michii

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Manchmal braucht es nur einen Funken.
Einen Reiz. Einen Gegenpol. Eine Begegnung. Ein Wort. Eine Situation. Etwas, das uns ganz unerwartet trifft, genau an den Stellen, die lange unter einer Eisschicht verborgen lagen.
Für einen kurzen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Alles fühlt sich irgendwie ungewohnt an. Fast so, als würdest du erneut jener Starre begegnen, die dich so lange begleitet hat.
Doch dann geschieht etwas.
Etwas in dir bricht auf. Vielleicht macht es dir im ersten Moment eine Heidenangst. Und gleichzeitig fühlt es sich so dermaßen lebendig an.
So unglaublich echt und Kraftvoll. Du spürst, wie Energie frei wird. Gefühle dürfen wieder fließen. Gedanken kommen in Bewegung. Vielleicht fühlt es sich zunächst ungewohnt an. Vielleicht sogar überwältigend. Denn viele von uns haben früh gelernt, ihre Gefühle lieber zurückzuhalten, als ihnen Raum zu geben.
Und gleichzeitig lebt tief in uns die Sehnsucht, uns wieder mit all dem zu verbinden, was uns lebendig macht.
Vielleicht ist genau das, die Einladung dieses Moments. Nicht vor dem Feuer davonzulaufen. Sondern wahrzunehmen, dass es gekommen ist, um Licht in das zu bringen, was lange im Verborgenen lag. Nicht um dich zu verbrennen. Sondern damit du dich selbst wieder spüren kannst. Nach einer langen Eiszeit.
So frage dich ganz bewusst:
Was ist mein Feuer?
Wofür brennt es?
Wogegen kämpft es?
Und vielleicht die wichtigste Frage:
Wie möchtest du ihm begegnen? Und wofür möchtest du es nutzen?
Nutzt du dieses Feuer, um im Außen zu reagieren? Um zu kämpfen oder in den Wiederstand zu gehen?
Um dich in Emotionen zu verlieren? Oder nutzt du sein Licht? Um hinzusehen und zu beleuchten? Um zu erkennen, was da eigentlich in dir berührt wurde?
Das Feuer selbst ist nicht unser Gegner. Es zeigt uns lediglich, wo etwas wahrgenommen werden möchte.
Die Frage ist nicht, ob du stark genug bist. Denn das bist du! Die Frage ist:
Wenn das Feuer sein Licht auf deine Schatten wirft– wirst du hinsehen?
Wirst du sein Licht und seine Wärme nutzen, um deinen Weg zu beleuchten und zum Blühen zu bringen?
Vielleicht wollte das Feuer nur sichtbar machen, was schon die ganze Zeit darunter auf dich gewartet hat.

So Frage auch das Feuer für dich:
Wo willst du niederbrennen und lodern?
Wo willst du einheizen?
Wo willst du erleuchten?
Was darf durch dich in die Sichtbarkeit kommen?
Mentale Übung: Das Licht hinter dem Eis

Wie schon bei unserer letzten kleinen Forschungsreise darfst du dir einen ruhigen Moment nur für dich schenken.
Schließe sanft deine Augen.
Atme tief ein.
Und langsam wieder aus.
Mit jedem Atemzug kehrt etwas mehr Ruhe ein.
Stell dir vor, du begibst dich erneut auf deine innere Forschungsreise.
Du kennst diesen Ort bereits.
Er fühlt sich vertraut an.
Sicher.
Still.
Vielleicht führt dich dein Weg wieder zu jener Eisfläche, die du dort schon einmal entdeckt hast.
Diesmal gehst du jedoch nicht auf der Suche nach etwas Verlorenem dorthin.
Sondern mit einer neuen Frage.
Langsam trittst du näher.
Vor dir liegt das Eis – ruhig und klar.
Wie ein Spiegel.
Beuge dich behutsam darüber und blicke tief hinein.
Nicht nur auf dein Spiegelbild.
Sondern unter die Oberfläche.
Was zeigt sich heute?
Vielleicht erkennst du ein Gefühl.
Eine Erinnerung.
Ein Bild.
Oder einen Teil von dir, der bisher im Verborgenen lag.
Nimm einfach wahr.
Ohne etwas verändern zu wollen.
Während du weiter hineinschaust, bemerkst du plötzlich einen kleinen Lichtschein.
Tief unter dem Eis.
Eine ruhige Flamme.
Nicht groß.
Nicht bedrohlich.
Sie möchte das Eis nicht schmelzen.
Sie möchte dir den Weg zeigen.
Mit jedem Atemzug wird ihr Licht etwas klarer.
Vielleicht entstehen kleine Risse.
Nicht weil etwas zerbricht.
Sondern weil etwas sichtbar werden möchte.
Frage dich nun:
Was möchte dieses Licht heute für mich sichtbar machen?
Welche Botschaft verbirgt sich unter meiner ersten Reaktion?
Bleibe noch einen Moment bei allem, was auftaucht.
Vielleicht erscheint ein Wort.
Ein Gefühl.
Ein Bild.
Oder einfach ein inneres Wissen.
Bedanke dich anschließend bei deinem inneren Licht.
Nimm das mit, was sich heute zeigen wollte.
Und wenn du soweit bist, öffne langsam wieder deine Augen.
Denn manchmal braucht es nur einen Funken und den Mut, deinem inneren Feuer zu begegnen, damit aus einer langen Eiszeit das Leuchten eines neuen Kapitels entstehen kann.
Mach deine Welt iMMens bunt! Deine Michii


